Eurooppaministeri Tytti Tuppuraisen puhe Euroopan parlamentissa Berliinin muurin murtumisen 30. vuosipäivän juhlallisuuksissa (englanniksi ja saksaksi)

Valtioneuvoston viestintäosasto 13.11.2019 20.30
Puhe 592

Honorable President of the European Parliament, Honorable President of the German Bundestag, Distinguished Members of the European Parliament, Your Excellencies, Ladies and Gentlemen,

It is a great honour to address today this Chamber on the occasion of the 30th anniversary of the fall of the Berlin wall. I do this in the capacity of the Minister holding the rotating Presidency of the Council, but above all, I do it as a European citizen. This task makes me very humble because I very well remember the difficult times when Europe was divided. In the middle of Europe, Germany was split in two and the great city of Berlin was divided by the wall. The wall, which for decades separated family members from one another. The wall, which meant the final stop for fundamental rights and freedoms. The wall, which in a ruthless manner ended lives of many of those trying to get to the other side. All this happened in the heart of Europe.

For younger generations this may seem somewhat unreal and even very distant nowadays, but you do not have to look at the European maps further to the past than back to 1980s to understand that it was not so long ago, when Europe looked very different.

However, over time the will of the people – seeking freedom, seeking human rights, seeking prosperity –  prevailed. It all became real in Berlin. It literally tore down the wall. This was the wind of change that swept across Europe and in the end resulted in the collapse of the iron curtain. In Europe this paved the way for the deepening of the European integration and similarly, it paved the way for the enlargement of the European Union.

Meine Damen und Herren,

Trotz dieser großen Veränderung, die vor dreißig Jahren durch das mutige und entschlossene Handeln der Völker auf der damaligen Ostseite des Eisernen Vorhangs erreicht wurde, stehen wir vor Herausforderungen in Europa. Einige der Errungenschaften in der Europäischen Union sind vielleicht zu selbstverständlich. Weltweit erleben wir Tendenzen, neue Wände zu bauen, als sie zu zerschlagen. Wir sehen auch Anzeichen einer regelrechten internationalen Zusammenarbeit, die in Frage gestellt wird. In solch einer turbulenten und unberechenbaren Periode ist es gut, zurück zu den Grundlagen zu gelangen und an die grundlegenden Werte zu erinnern, die auch vor dreißig Jahren zu einer großen Veränderung geführt haben. Deshalb bin ich stolz darauf, hier im Europäischen Parlament zu sagen, dass Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Grundrechte immer wieder verteidigt werden müssen, weil sie die Eckpfeiler der Europäischen Union sind.

Ich möchte es ganz deutlich feststellen, dass Autoritarismus, Totalitarismus und Nationalismus nie unsere Antwort sein dürfen. Unsere Wahl soll immer Freiheit sein, unsere Wahl soll immer Demokratie sein, unsere Wahl sollen immer Menschenrechte sein. Herr Schäuble, Sie haben gesagt, dass wir die selben Werte teilen. Das stimmt. Aber sie sind nicht nur unsere Werte, sondern sie sind Werte der ganzen Welt, anerkannt von den Vereinten Nationen.

Meine Damen und Herren,

“Jetzt wächst zusammen, was zusammen gehört.” 

Als die Berliner Mauer fiel, waren dies die weisen Worte des ehemaligen Bundeskanzlers der Bundesrepublik Deutschland, Willy Brandt, der auch früher der Bürgermeister von West Berlin war und auf sehr konkrete Weise die europäische Spaltung gesehen hatte. Ich bin der festen Überzeugung, dass die Botschaft der Einheit auch der Schlüssel für den Erfolg der Europäischen Union ist. Wir können nur gemeinsam stark sein und wir brauchen ein Europa, das vereint und nicht ein Europa, das sich trennt.

The fall of the Berlin wall holds the promise of a united Europe.

Thank you for your attention. Vielen Dank für ihre Aufmerksamkeit.